Wavin-Tegra-Schächte und X-Stream-Rohre haben technisch überzeugt

Die Gemeinde Northeim in Niedersachsen will dem hohen Wohnbedarf des Oberzentrums Göttingen nachkommen und schafft neuen Wohnraum an seinem südlichen Stadtrand. In einem ersten Bauabschnitt ist jetzt ein Teil der Kanalisation im Trennsystem hergestellt worden. Zum Einsatz kamen Tegra-Schächte und X-Stream-Rohre von Wavin.

 

Rundum Sorglos-Paket in Northeim: robust, dicht und kostengünstig

Die niedersächsische Stadt Northeim ist Mittelzentrum des gleichnamigen Landkreises und Sitz von Stadt- und Kreisverwaltung. Unter Wohnungssuchenden gewinnt sie zunehmend an Attraktivität. Das liegt neben ihrer Infrastruktur vor allem an ihrer Lage, 20 km nördlich von Göttingen. In den letzten Jahren hat sich die Wohnungsmarktlage in der nahen Universitätsstadt nämlich deutlich verschlechtert, die Mietpreise sind gestiegen.

Um eine Alternative zu bieten und den Wohnbedarf des Oberzentrums Göttingen teilweise abzuschöpfen, entstehen in Northeim derzeit neue Wohngebiete am südlichen Stadtrand. Ziel des von der Verwaltung der Stadt Northeim angelegten städtebaulichen Rahmenplans „Südliche Wieter“ ist es, in drei Bauabschnitten eine Aufwertung der südlichen Kernstadt mit einem attraktiven städtebaulichen Abschluss aus Wohn- und Gewerbegebiet zu erreichen. Bislang ist ein gestalteter bzw. natürlich gewachsener Stadtrand in Northeim nicht vorhanden: Die bisherige Bebauung grenzt mit der Straße „Am Martinsgraben“ unmittelbar an freie Landschaft.

Im ersten Bauabschnitt wurde zwischen Oktober 2019 und August 2020 die Entwässerung für den östlichen Teil des Plangebietes im Trennsystem geschaffen. Dabei diente der Martinsgraben als Sammelstraße für die Erschließung. Auch das hier bereits bestehende Kanalsystem wurde für den Anschluss genutzt.

Wavin bringt langjährige Erfahrung mit

Für die Entwässerung im Trennsystem hatte der Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung der Stadt Northeim exakte technische Vorgaben gemacht. Realisiert wurde das Projekt von der Hunold Bauunternehmung GmbH aus Northeim als privatem Investor.

Die Herausforderung für ihn bestand darin, die Vorgaben innerhalb des Kostenrahmens zu erfüllen. Hierbei stellten sich die Produkte der Wavin GmbH als optimale Lösung heraus. Der Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung der Stadt Northeim hatte u.a. verschweißte Schächte für die Schmutzwasserkanalisation gefordert. Auf diesem Gebiet kann Wavin mehr als 20 Jahre Erfahrung vorweisen. Auch mit Blick auf die Regenwasserkanalisation konnte der Kunststoffrohrhersteller mit seinen Produkten überzeugen. Gefragt war in Northeim ein dichtes und gleichzeitig kostengünstiges Rohr. Zum Einsatz kamen X-Stream-Rohre der Nennweiten DN 300 und DN 500 zu einem Auftragsvolumen von 40.000 €. Außerdem wurden 14 Tegra 1000 PE-Schächte mit Anschlüssen für PE-Rohrleitungen und 24 Tegra 600-Schächte mit direkt integrierten X-Stream-Anschlüssen verbaut.

Topographische Besonderheiten gut gemeistert

Die besondere Topographie des Plangebietes, das durch den Höhenzug „Wieter“ geprägt ist, stellte die Tiefbauer vor eine Herausforderung, die aber dank der besonderen Eigenschaften der Wavin-Produkte gut gemeistert werden konnte: Um insgesamt 66 m steigt das Gebiet von Westen in östliche Richtung an. Von Norden in Richtung Süden ist das Gelände dagegen nahezu eben. Hier erwies es sich als Vorteil, dass die besteigbaren Kanalschächte Wavin Tegra 1000 PE über integrierte Kugelgelenke verfügen, mit deren Hilfe Abwinkelungen bis zu 15º je Anschluss problemlos möglich sind. Auch 13 % Gefälle sind dank der durchdachten Konstruktion im Anschluss machbar.

Die 14 Tegra 1000 PE-Schächte wurden in Northeim in verschiedenen Einbautiefen zwischen 1500 mm und 3980 mm verbaut – die maximal mögliche Einbautiefe liegt bei 8 m. Bis zu einer Einbautiefe von 5 m sind die Kanalschächte auftriebssicher. Zu den weiteren Pluspunkten der Schächte zählen ihre Schwerlastfähigkeit bis SLW 60, ihre hohe Wanddicke von mindestens 10 mm, die engen Außenrippen, zusätzliche Verstrebungen im Boden sowie die verschweißte, stabile Bodenplatte, die den Tegra 1000 PE besonders robust machen.

Dichtsicherheit von anerkannten Prüfinstituten bestätigt

Dank seiner porenfreien, glatten Oberfläche ist die Dichtsicherheit von Polyethylen hoch. Andere Werkstoffe, wie z.B. Beton, nehmen Wasser auf, wodurch sich eine feuchte Oberfläche bilden kann, die die Beurteilung der Systemdichtheit erschwert. Das lastentkoppelte, seitliche Dichtsystem ist ein weiterer Pluspunkt, denn es verhindert, dass der Schacht direkt Bodensetzungen oder Verkehrslasten ausgesetzt ist.

Dass weder Infiltration noch Exfiltration bei Wavin Tegra 1000 PE ein Thema sind, hat sich in vielen Versuchen durch anerkannte Prüfinstitute bestätigt. So trägt das Produkt zum Beispiel das Prüfsiegel des Instituts für Unterirdische Infrastruktur (IKT), Gelsenkirchen, für Fremdwasserdichtheit. Auch die Zulassung durch das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) und die kontinuierliche Fremdüberwachung durch die Materialprüfanstalt Darmstadt belegen die hohe Qualität der Kunststoffschächte.

Ähnlich durchdacht wie der Tegra 1000 PE ist auch der Tegra 600 konzipiert, der ebenfalls (bis DN 300) mit einem patentierten Kugelgelenk ausgestattet ist. Wie Tegra 1000 PE ist der Schacht bei Einbautiefen bis 5 m bei Grundwasserstand Oberkante Gelände auftriebssicher und bis SLW 60 für den Schwerlastverkehr geeignet. Beide Schächte lassen sich gut miteinander kombinieren – und geben somit Auftraggebern finanziellen Spielraum.

Viele Sonderbauwünsche möglich

Wavin hat es sich zur Aufgabe gemacht, jeden Kundenwunsch als Sonderbau zu erfüllen, wovon man auch in Northeim profitierte. Sowohl die Gerinneformen als auch die Anzahl der Zuläufe sind nahezu frei wählbar. Außerdem können Gefälle direkt im Schacht, in den Anschluss-Stutzen oder Kugelgelenken umgesetzt werden. Zudem sind für ein zusätzliches Plus an Dichtsicherheit vollverschweißte Schachtbauwerke möglich.

Überzeugen konnten die in Northeim ebenfalls eingesetzten X-Stream-Rohre, die kompatibel sind zu den Tegra-Schachtsystemen und den Tiefbauern das Handling auf der Baustelle enorm erleichterten. Durch die spezielle, gewellte Konstruktion, das patentierte Muffendesign und den leichten Werkstoff Polypropylen lassen sich die Rohre auf einfache Weise transportieren bzw. verlegen.

Für die Baustelle in Northeim mit ihren besonderen topographischen Eigenschaften war die Entscheidung für die Wavin-Produkte demzufolge ein voller Erfolg: leicht zu handeln, robust, individuell und flexibel an die Situation vor Ort anpassbar – und dazu noch kostenoptimiert –  halfen sie dem privaten Investor, die vom Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung der Stadt Northeim gemachten Vorgaben einzuhalten.

Wavin Außendienst beim Projekt

Falko Köhler

Kaufmännischer Außendienst Tiefbau

Wavin Mitarbeiter Köhler