Mit Wavin Q-Bic Plus eine nachhaltige Lösung umgesetzt

Mit Wavin Q-Bic Plus eine nachhaltige Lösung umgesetzt


Zurzeit bietet die Monschauer Stadtentwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG deshalb im östlichen Stadtteil Rohren Bauflächen zum Kauf an. Beim Regenwassermanagement haben sich die Verantwortlichen der Stadt Monschau mit Wavin Q-Bic Plus für ein Rigolensystem entschieden, das allen formulierten Anforderungen an Langlebigkeit, Funktionssicherheit und Nachhaltigkeit gleichermaßen gerecht wird.

Das Baugebiet "Branderhaild" wird durch eine Kanalisation im Trennsystem entwässert. Westlich grenzt das Baugebiet an die Straße „Riehelskuhl“, die auch Erschließungsfunktion für das Gebiet hat. 

Wesentlich bei den vorangegangenen Planungen durch das Ingenieurbüro H. Berg & Partner GmbH aus Aachen war allerdings das Regenwassermanagement: Aufgrund der neu zu versiegelnden Flächen stand von vornherein fest, dass eine Rückhaltefunktion geschaffen werden müsse, über die Regenwasser gedrosselt in die Vorflut abgeschlagen werden kann. Erschwerend wirkten sich dabei sowohl die Geologie als auch die Topographie des Gebietes aus: Das Gelände befindet sich in der geologischen Untergrundklasse R, d.h. der Untergrund ist felsartig. Zudem fällt das Baugebiet von Nord-Westen nach Süd-Osten ab.

Dementsprechend musste die Rigole ausreichend dimensioniert werden. Ursprünglich war das Produkt eines anderen Marktteilnehmers ausgeschrieben worden. 

Dass sich die Stadt Monschau am Ende für das Rückhaltesystem Q-Bic Plus der Wavin GmbH entschied, lag vor allem an der guten Inspizier- und Spülbarkeit der gesamten Rigole, durch die ihre Funktionsfähigkeit über die gesamte Lebensdauer gesichert ist. Aber auch der Systemcharakter der Produkte stellte sich als Vorteil heraus.

Zum Einsatz kamen 756 Rigolenelemente Q-Bic Plus, was einem Stauvolumen von 332 m³ entspricht, sowie die Wavin-Kanalrohre Acaro aus Polypropylen (PP) in unterschiedlichen Nennweiten: 380 m DN 200 und 380 m DN 300 im Erschließungsgebiet, 17,5 m DN 300 Ablaufleitung am RRB, 25 m DN 500 Zulaufleitung am RRB, 500 m DN 300, 150 m DN 400 und 15 m DN 500. 


Bei Inspektionen alles im Blick


Der Grund dafür, dass Q-Bic Plus gut zu inspizieren und zu reinigen ist, liegt an seiner durchdachten Konstruktion, die mit nur wenigen Teilen auskommt: Das modulare Versickerungs- und Rückhaltesystem aus 100 Prozent Polypropylen besitzt keine innenliegenden Trennwände oder den Innenraum verengende Komponenten. 

Statische Standfestigkeit erhält jedes Speicherelement durch seine sechs Säulen, die so hintereinander angeordnet sind, dass Kameras und Spüldüsen auf einer Gesamtbreite von 370 mm in Quer- bzw. 260 mm in Längsrichtung freie Bahn haben. Seitliche Anschrägungen verhindern ein Verkanten der Geräte. Auf diese Weise können mindestens 70 Prozent der Rigole befahren werden. Ein Rundumblick ist dabei sichergestellt. 
Im Baugebiet Rohren-Branderhaild hat die Bauausführende Firma Alfons Henn & Söhne GmbH & Co. KG aus Simmerath die Rigole dreilagig eingebaut.

Die Gestaltungsfreiheit bei der Planung der Rigole ist ein weiterer Pluspunkt: Q-Bic Plus kann zur optimalen Flächennutzung je nach Anforderung ein- oder mehrlagig, quadratisch oder rechteckig, kompakt, als L-Form oder H-Form eingesetzt werden.

Leichter und flexibler Einbau

Damit der Einbau schnell vorangeht, verfügen die einzelnen Komponenten über integrierte, patentierte Verbinder, die automatisch ineinander gleiten. Auf diese Weise sind die Speicherelemente direkt fixiert, ohne dass die Tiefbauer auf zusätzliche Clips oder Stifte zurückgreifen müssen. Sofort nach dem Zusammensetzen sind die Rigolenelemente begehbar

Das macht die Abläufe auf der Baustelle maximal flexibel, da bei mehrlagigen Rigolen treppenartig aufgebaut werden kann. Zusätzliche Leitern oder eine Zwei-Mann-Montage sind nicht notwendig. Für eine zuverlässige Regenrückhaltung ummantelten die Tiefbauer in Rohren-Branderhaild die rechteckig angeordnete Rigole vorschriftsmäßig. Laut Planung wurde eine dreilagige Ummantelung vorgesehen (Schutzvlies, Kunststoffdichtungsbahn, Schutzvlies).

Von der Q-Bic Plus-Rigole im südlichen Bereich des Baugebietes aus wird das Niederschlagswasser zunächst in eine 1,5 m breite, 30 cm tiefe und 90 m lange Mulde abgegeben. Von hier aus gelangt es über eine rund 98 m lange Rohrleitung DN 400 in Richtung Riegelsief, wo es dem Gewässer am vorhandenen Schilfbewuchs breitflächig und naturnah zugeführt wird. Da es sich an dieser Stelle um ein Naturschutzgebiet handelt, sind die Möglichkeiten zur Ableitung des Niederschlagswassers in den Riegelsief im Vorfeld eingehend geprüft worden.

Die Planer hatten Vorgaben zu berücksichtigen, wonach das Regenwasser nur gedrosselt mit 25 l/s aus der Rigole gelangen darf. Auch musste bei der Rohrverlegung die Vogelbrutzeit zwischen September und Februar berücksichtigt werden.

Mit den eingesetzten Produkten von Wavin hat sich die Stadtentwässerung Monschau für eine nachhaltige Lösung entschieden. So sichern die gute Inspektions- und Wartungsmöglichkeit von Q-Bic Plus sowie der sehr glatte Werkstoff Polypropylen, an dem kaum Ablagerungen auftreten, über Generationen hinweg die Funktionssicherheit und Lebensdauer des Systems. Die Weichen für die Zukunft sind in Monschau demnach gestellt, und zwar nicht nur, was das lebendige Flair in der Eifelstadt durch neue Einwohner anbelangt, sondern auch beim Regenwassermanagement im Neubaugebiet in Rohren.

Wavin Außendienst beim Projekt

Stefan Brodner

Technischer Außendienst Tiefbau

Außendienst Tiefbau - Wavin Stefan Brodner