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Komplexe topographische Ausgangslage in Bad Bentheim

Komplexe topographische Ausgangslage in Bad Bentheim

Die beengten Platzverhältnisse und die komplexe topographische Ausgangssituation im Rahmen einer innerstädtischen Erschließungsmaßnahme im niedersächsischen Bad Bentheim stellten alle Beteiligte vor eine schwierigen Aufgabe. Hier galt es bei der Rohr- und Schachtverlegung für den in der Grafschaft Bentheim gelegenen Kurort eine Baulösung zu finden, die den individuellen Gegebenheiten vor Ort optimal Rechnung trug.

 

Bauland wird bekanntermaßen immer knapper. Um nicht immer neue und größere Flächen in zunehmendem Maße zu versiegeln, ist es oftmals zielführend, auch kleinere Baulücken zunächst zu schließen. Hierfür bedarf es aber ausgewogener baustofftechnischer Systemlösungen, die auch unter logistisch anspruchsvollen Bedingungen auf engstem Raum gut bewegt und verbaut werden können. Leichtes Handling vor Ort wird dabei zum wesentlichen Entscheidungskriterium für die Durchführbarkeit einer Baumaßnahme auf unwegsamem Gelände.

 

Sicher am Hang gebaut

Die besondere bauliche Herausforderung in dem an den Grenzen zu Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden gelegenen Kurort bestand zunächst in einer Lückenbebauung unter sehr beengten Platzverhältnissen. Erschwerend zu der dichten Nachbarbebauung kam die Hanglage des Grundstücks hinzu. Der Einbau der Rohr- und Schachtsysteme hatte deshalb, nachdem zuvor vorhandene Schmutzwasserleitungen verlegt worden waren, unter topographisch sehr anspruchsvollen Bedingungen zu erfolgen. Somit war ein höchst mögliches Maß an Flexibilität bei der Realisierung der Rohr-, Schacht- und Anschlusslösungen gefordert. Die von der Wavin GmbH in Bad Bentheim zur Verfügung gestellten Systemlösungen konnten diesen Anforderungen vollumfänglich gerecht werden.

Auf Qualität gesetzt

Bei der Auswahl der Baustoffe legt der Trink- und Abwasserverband Schüttorf stets großen Wert auf die hohe Qualität der eingesetzten Systemlösungen. Schon seit langem vertraut der Verband deshalb auf das Hochlastrohrsystem Acaro PP von Wavin. Das robuste Vollwandrohr aus hochmodularem Polypropylen (PP-HM) verfügt über eine nahezu porenfreie, glatte Oberfläche, bietet optimale hydraulische Eigenschaften und verhindert Ablagerungen. Das umfangreiche Programm bietet ein breites Einsatzspektrum. Ob als Abwasserrohrsystem in der Schmutz- oder Mischwasserentwässerung (braun) oder als Regenwasserrohrsystem mit blauen durchgefärbten Rohren in der Trennkanalisation. Zudem bietet das patentierte Acaro-Dichtsystem nicht nur geringe Einsteckkräfte, sondern auch eine nachweislich extrem hohe Dichtsicherheit. Die verschiebesichere Dichtung aus EPDM, die bei Bedarf zum Reinigen oder Austausch herausgenommen und wieder eingelegt werden kann, ist mit bis 5 bar Druck und 0,8 bar Vakuum durch externe Institute geprüft. Dank all dieser Eigenschaften lassen sich mit dem Hochlastkanalrohrsystem Acaro PP von Wavin wirtschaftliche Kanalnetze mit einer Lebensdauer von 100 Jahren erstellen. In Bad Bentheim kamen 500 m Acaro PP DN 160 bis 400 Schmutz- und Regenwasser zum Einsatz.

 

Leistungsfähige Schachtsysteme

Um sich gemeinsam über einen sicheren Zeitplan sowie über eine effektive Einhaltung des Kostenbudgets auszutauschen, haben sich die Außendienstmitarbeiter der Wavin GmbH sehr frühzeitig mit dem Auftraggeber in Verbindung gesetzt. Im Zuge dieses Austauschs brachten die Wavin-Mitarbeiter für die zu realisierenden Schachtlösungen das hochwertige Tegra-Schachtsystem aus PE und PP ins Spiel. Überzeugt von den technischen Features der hochwertigen Schachtfamilie entschied sich der Trink- und Abwasserverband Schüttorf für den Einsatz von 20 Tegra-Schächten (Tegra 425 PP, Tegra 600 PP, Tegra 1000 und für den neuen Großraumschacht nach DIN EN 13598-2, den Tegra1250 PE). Allen Ausführungen gemein ist das gewellte Schachtrohrdesign. Dieses bietet optimalen Schutz vor Bodensetzungen, die z. B. durch Schwerlastverkehr oder auch Bergsetzungen auftreten können. Die ausgereifte Konstruktion von Schachtboden und Konus gewährleistet eine hohe Langlebigkeit und Dichtsicherheit. Die hochwertige Gesamtkonstruktion erlaubt daher auch den Einsatz bei großen Einbautiefen, hohen Grundwasserständen und im Bereich von Schwerlastverkehr. Zudem war der Auftraggeber überzeugt von der hohen Korrosionsbeständigkeit des Schachtsystems, von der außergewöhnlichen Funktionssicherheit sowie von der mit 50 Jahren angegebenen bewährten Lebensdauer. Um auch die Planung der Schächte zum frühest möglichen Zeitpunkt zu begleiten, erhielt das Ingenieurbüro Lindschulte vor Ort Unterstützung vom Planungsbüro der Wavin GmbH in Twist, das die Ausführung mithilfe von Fertigungszeichnungen veranschaulicht hat. Die individuellen Konstruktionen und Zeichnungen der Schächte wurden auf Basis langjähriger Planungskompetenz erstellt.

Flexibel dort, wo es drauf ankommt

Die in Bad Bentheim dringend erforderliche Flexibilität stellte die Wavin GmbH durch die patentierten Kugelgelenkanschlüsse am Schachtkörper sicher. Eine horizontale Abwinkelung von 15° und vertikale Abwinkelung von 13° für die Gefällestrecke boten dem Bauunternehmen eine einfache Handhabung für die komplexen Anforderungen vor Ort. Geringere Durchmesser bei den Schächten und Rohren waren weitere Vorteile angesichts der beengten Verhältnisse. Ein problemloser Einbau wurde durch das verhältnismäßig leichte Acaro-Rohrsystem sichergestellt. Verlegefreundlichkeit steht bei der Wavin GmbH im Vordergrund. Dies ist auch bei dieser Baustelle deutlich zutage getreten, da kein Kran notwendig war, um die kompakten und platzsparenden Systeme nach den anerkannten Regeln der Technik zu installieren.

 

Ende gut, alles gut

Zum Abschluss der Baumaßnahme zeigten sich alle Baubeteiligten sehr zufrieden über die reibungslose Abwicklung aller Arbeitsschritte, bedingt durch das sehr einfache Handling der von Wavin zur Verfügung gestellten Systemkomponenten. Auf Basis dieser Bauteile konnte nicht nur der vorgegebene Zeit- und Kostenplan mühelos eingehalten werden. Darüber hinaus konnte in Bad Bentheim ebenfalls ein sicheres und dichtes Teilstück im Kanalnetz realisiert werden, das durch den Einsatz korrosionssicherer und hydraulisch glatter Werkstoffe nun mit nur geringem Wartungsaufwand über lange Jahre sicher betrieben werden kann.


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