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Nachhaltiger Kunstgenuss

Berliner Festspiele setzen auf Wavin

Nachhaltiger Kunstgenuss

 

Auf Grund des globalen Klimawandels stehen die Städte vor der Aufgabe die Klimaresilienz urbaner Siedlungen nachhaltig zu verbessern. Auch die Berliner Festspiele haben sich der Aufgabe angenommen auf ihrem Gelände die bestehenden Regenwasserleitungen zu erneuern und ein nachhaltiges System für die Regenwasserrückhaltung- und versickerung zu installieren. Dafür wurde unter anderem ein neues Rigolensystem aus Wavin Q-Bic Plus-Elementen verbaut.

 

Theater, Kunst oder Musik – ganzjährig finden im Haus der Berliner Festspiele eine Vielzahl von Veranstaltungen statt. Als ,,Theater der Freien Volksbühne‘‘ im Jahre 1963 nach Entwürfen des Berliner Architekten Fritz Bornemann errichtet, verfügt die unter Denkmalschutz stehende Kulturstätte derzeit über eine Kapazität von rund 1.000 Plätzen. Um die für die Kunst und Kultur der Bundeshauptstadt geltenden hohen Qualitätsanforderungen der Berliner Festspiele auch beim Regenwassermanagement des Gebäudes umzusetzen, vertraute die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben auf die leistungsfähigen Systemlösungen der Wavin GmbH.

Viele Großstädte des Landes setzen sich derzeit mit den aktuellen Anforderungen auseinander, die sich aus einem globalen Klimawandel ergeben. Aufgrund zunehmender Starkregenereignisse und langanhaltender Trockenperioden geht es darum, die Klimaresilienz urbaner Siedlungen nachhaltig zu verbessern. Und so setz man auch in Berlin vermehrt auf eine naturnahe und dezentrale Bewirtschaftung von Regenwasser als wesentlichen Baustein einer wassersensiblen Stadtplanung. Dies gilt sowohl für den öffentlichen Raum als auch für private Grundstücke. Auch bei der Planung und Umsetzung der neuen Anlagen für den Transport und die Rückhaltung von Regenwasser auf dem Grundstück der Berliner Festspiele kam ein in Richtung tragfähiger Klimaanpassungsstrategien orientiertes Konzept für ein nachhaltiges Regenwassermanagement zum Tragen.


 

Leistungsfähige Regenwasserinfrastruktur

Die Berliner Festspiele realisieren in ihren zwei Häusern – dem Haus der Berliner Festspiele in der Schaperstraße und dem Gropius Bau nahe des Potsdamer Platzes – eine Reihe renommierter und hoch spezialisierter Festivals, Programme und Einzelveranstaltungen. Im Zentrum stehen genreübergreifende Positionen internationaler Kunst und außergewöhnliche Formate mit gesellschaftsrelevanten Inhalten. Für das Haus der Berliner Festspiele, dessen Hauptkörper aus vier beziehungsweise fünf Geschossen besteht, sowie für die angrenzende, über zwei Stellplatzebenen verfügende Parkpalette, sollte im Auftrag der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, Direktion Berlin, Bereich Facility Management, eine moderne neue, leistungsfähige Regenwasserinfrastruktur erstellt werden.


Bauen im Bestand mit komplizierten Baugrundverhältnissen

Um den Vorgaben der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben nachzukommen und die Kriterien des "Bewertungssystems Nachhaltiges Bauen" (BNB) im Qualitätsniveau 3 einzuhalten, standen das planende Ingenieurbüro für Haus- und Energietechnik GmbH, Berlin, und die bauausführende Heizung und Sanitär Woltersdorf e.G., Woltersdorf, vor der Aufgabe, die bestehenden Regenwasserleitungen zu erneuern. Gleichzeitig galt es, ein neues, den individuellen Rahmenbedingungen des Standorts angepasstes System zur Regenwasserrückhaltung und -versickerung zu installieren. Hierbei musste gleich mehreren Aspekten gezielt Rechnung getragen werden. Um ein sicheres Arbeiten auf dem Areal in der Schaperstraße zu gewährleisten, wurde im Vorfeld zunächst eine Kampfmittelsondierung durchgeführt. Nach Sicherstellung der Tatsache, dass keine gefährlichen Überbleibsel aus dem Zeiten Weltkrieg mehr im Baugrund vorzufinden waren, mussten zudem noch im Untergrund befindliche Grundmauern einer ehemaligen Schule abgetragen werden. Alle Bauabläufe wurden dabei im Vorfeld genau koordiniert und aufeinander abgestimmt. Auch dem Schutz des vorhandenen Baumbestandes wurde in besonderem Maße Rechnung getragen.


Regenwasserkonzept nach Maß

Bei der Planung der neuen Entwässerungsinfrastruktur für die Berliner Festspiele wurde – im Gegensatz zur Bestandsanlage – gemäß den aktuellen technischen Vorschriften innerhalb von Gebäuden ein Normalentwässerungssystem als Freispiegelsystem und ein Notentwässerungssystem als Druckrohrsystem installiert. Beide Systeme werden getrennt nach außen geführt. Dabei wird das Druckrohrsystem über offene Behälter entlastet und sodann mit der Freispiegelleitung der Standardentwässerung in den dafür vorgesehenen Schachtbauwerken zusammengeführt, sodass im weiteren Leitungsverlauf nur eine Leitung für beide Systeme erforderlich ist. Diese Leitung wir in der Folge einem auf dem Grundstück ebenfalls neu errichteten Blockrigolensystem aus Wavin Q-Bic Plus-Elementen zugeführt. Zum Umfang des anspruchsvollen Tiefbauprojekts in der Bundeshauptstadt gehörten die Lieferung und Montage von Regenentwässerungs- und versickerungsanlagen und Rückhaltesystemen mit den dazu gehörigen Bauleistungen.


 

Alles aus einer Hand

Das nachhaltige Versickerungs- und Rückhaltesystem wurde aus 410 Q-Bic Plus-Elementen der Wavin GmbH zusammengestellt. Das modular aufgebaute Rigolensystem bietet Planern und Verlegern aufgrund seiner hohen Flexibilität und seines leichten Handlings im Baustellenalltag eine große Vielzahl an Vorteilen. Die Elemente sind extrem leichtgewichtig, einfach zusammenzustellen und rasten mit nur einem Fingerdruck ein. Durch die werkseits installierten Stecker ist keine zusätzliche Verwendung von Clips oder Pins mehr notwendig. Das spart Zeit und damit Kosten. Darüber hinaus verfügt die aus 100 % Polypropylen (PP) Neumaterial hergestellte Produktlösung über eine hohe vertikale und horizontale Belastungsfähigkeit, so dass eine Funktionssicherheit von 50 Jahren sicher erreicht werden kann. Freie Zugänge ermöglichen einen geringeren Bedarf an Inspektions- und Reinigungsschächten, erlauben eine dreidimensionale Kontroll- und Spülbarkeit und sind somit ideal für eine schnelle und effiziente Inspektion, Reinigung und Wartung über die gesamte Lebensdauer. Das Q-Bic Plus Regenwassersystem kann nahezu unabhängig vom Bodentyp oder der verfügbaren Fläche eingesetzt werden. Es lässt sich perfekt an die örtlichen Gegebenheiten anpassen. Ob ein- oder mehrlagig, quadratisch oder rechteckig, kompakt oder als L- oder H-Form, durch die Kombination von Längs- und Querverlegung sind der Gestaltung fast keine Grenzen gesetzt. Ergänzend zur Planung können von Wavin mit Hilfe eines Online-Berechnungssystems Überflutungsnachweise für Versickerungs- oder Rückhaltesysteme oder auch Netzplangrafiken für Abwassersysteme kalkuliert werden.


Der perfekte Anschluss

Selbstverständlich befinden sich Anschlüsse für Schacht- und Rohrsysteme ebenfalls direkt an der Q-Bic Plus-Rigole. Bestens zu dem Rigolensystem passend, weil präzise technisch aufeinander abgestimmt, sind die auftriebssicheren Tegra 1000 Schachtsysteme. Durch ihre werkseitig integrierten Kugelgelenkanschlüsse bieten sie ein Höchstmaß an Flexibilität auf der Baustelle. Die in Berlin verbauten Schächte aus hochwertigem PE verfügen über ein gewelltes Schachtrohrdesign, gut schweißbare Komponenten und punkten technisch durch ihre hohe Langlebigkeit, Dichtsicherheit und Korrosionsbeständigkeit. Schächte aus der Tegra-Familie können bei großen Einbautiefen, hohen Grundwasserständen und im Bereich von Schwerlastverkehr problemlos eingesetzt werden. Die Fertigung der für die Berliner Festspiele vorgesehenen 17 Tegra 1000-Schächte durch die Wavin GmbH erfolgte entsprechend maßhaltig gemäß aller individuellen Anforderungen der Baustelle in der Schaperstraße. Aufgrund ihres überzeugenden Handlings im täglichen Baugeschehen sind sie ideal für objektbezogene, anspruchsvolle Bauaufgaben jeder Art. In Kombination mit dem Versickerungs- und Rückhaltesystem Q-Bic Plus kann jederzeit eine maßgeschneiderte Infrastrukturlösung aus dem Wavin-Baukastensystem realisiert werden.


 

Qualität auf lange Sicht

Nach Fertigstellung der neuen Regenwasseranlage steht einem ungetrübten Kunstgenuss auf einem nachhaltig erschlossenen Grundstück, für das ein ökologisch verantwortungsvoller Ansatz eines naturnahen Umgangs mit Regenwasser umgesetzt wurde, nichts mehr im Wege. Ein kleiner, aber gleichermaßen wichtiger Schritt in Richtung einer dezentralen Regenwasserbewirtschaftung in einer wassersensiblen Großstadtmetropole, der mit einem Komplettsystem aus Kunststoff der Wavin GmbH realisiert werden konnte. Dabei wurde auch das Thema Langlebigkeit und Funktionssicherheit der Systeme mit in die Planung und Umsetzung der Baumaßnahme einbezogen. Die gesamte bauliche Anlage zur Regenentwässerung beinhaltet wurzelfeste Module aus biegeweichen Werkstoffen aus Polypropylen und Polyethylen, die projektbezogen adaptiert wurden. So wurden mögliche Risiken über den Werkstoffwechsel bedeutend reduziert.


Beteiligte Projektpartner

 

Wavin Außendienst

Ines Groneberg

Kaufmännischer Außendienst Tiefbau

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