Wavin TS DOQ® in Aktion Spülbohrung HDD

Der Abwasserbetrieb der Stadt Hessisch Oldendorf sorgt für die Sammlung und Fortleitung des Abwassers im gesamten Stadtgebiet. Neben 20 Pumpwerken und 10 Regenrückhaltebecken sind ca. 170 km Schmutzwasserkanäle und ca. 110 km Regenwasserkanäle zu betreiben und zu unterhalten.

Die Kläranlagengesellschaft Hessisch Oldendorf mbH mit der Kläranlage Hessisch Oldendorf reinigt nicht nur das kommunale Abwasser sondern auch das Textilabwasser des ortsansässigen Teppichwerks mit im Jahr durchschnittlich 1.1 Mio cbm. Sie gehört in Bezug auf die Reinigungsleistung zu einer der besten Niedersachsens. Die Einleitung der Teppichfabrik hat sich in den letzten Jahren starkt verringert. Aus diesem Grunde haben die Abwasserbetriebe sich dazu entschlossen, zur besseren Auslastung und Aufrechterhaltung der Reinigungsleistung, sämtliche Abwässer in der Kläranlage Hessisch Oldendorf zu reinigen. Die hierzu norwendige Abwasserdruckrohrleitung wurde über eine Länge von etwa 7 km parallellaufend zur B 83 vom PW Fischbeck bis hin zur Kläranlage geplant.

 

Hans Siever von den Abwasserbetrieben der Stadt Hessisch Oldendorf organisierte die Bauausführungen im Sommer 2018. Die Friedrich Meier Tiefbauunternehmen GmbH führte die Arbeiten aus und Ende November konnte der Projektleiter Herr Hohmeier die Arbeiten abschliessen.

Die Friedrich Meier Tiefbauunternehmen GmbH hat alle Tief- und Spülbohrarbeiten ausgeführt.
Kontakt:
Rittergutstaße 39, 31840 Hessisch Oldendorf,
Telefon: 05152-9764-0, Fax: 05152-9764-15,
E-Mail: buero@meier-tiefbau.de

Die TS DOQ® Anlieferung sowie aller weiteren Formteile und Zubehör erfolgte durch die Baustoff Brandes aus Peine, Dieselstraße 1, 31228 Peine,
Telefon: 05171 7009 0 ( -185 ), Fax: 05171 7009 121, info@baustoff-brandes.
Ansprechpartner Herr Kohlei koordinierte alle Anlieferung „just in time“ mit der örtlichen Bauleitung.

Folgende Arbeiten wurden ausgeführt:

Verlegung von TS DOQ®  AWD Rohren     4524 m    280 x 16,6 mm
  2580 m    315 x 18,7 mm
Installation von 2 Dosierschächten Wavin Tegra     DN 1000 mm
Installation von zwei Spülschächten 
Wavin Tegra     DN 1000 mm
 

Zunächst wurden die 12 Stangen ausgelegt und anschließend wurden die Einzellängen mittels Heizelement-Stumpfschweissungen zu Rohrsträngen verschweisst. Es waren keine zusätzlichen Arbeiten zur Entfernung oder Rekonstruktion von Schutzumhüllungen nötig. Durch die
Normabmessungen konnten handelsübliche Werkzeuge und Klemmvorrichtungen verwendet werden. Auch die Montage von Aufschweißanbohrarmaturen konnte direkt auf dem Wavin TS DOQ® Rohr vorgenommen werden.

Wavin TS DOQ® ist ein koextrudiertes Drei-Schicht-Rohr mit einer farbigen, inneren und äußeren Schutzschicht und einer schwarzen Mittelschicht aus PE 100-RC. Die Innen- und Außenschichten (jeweils ≥ 25 % der Normwanddicke) sind den Medien entsprechend eingefärbt. Die innere Schicht schützt das Rohr gegen Spannungsrisse, die durch langfristig wirkende Punktlasten entstehen. Die äußere Schicht kennzeichnet die Rohre je nach Medium und bietet erhöhten Schutz gegen Beschädigungen. Selbst bei außerordentlichen Beschädigungen von bis zu 20% der Normwanddicke sichert TS DOQ® eine Nutzungsdauer von mindestens 100 Jahren.

Der TS DOQ® Rohstoff, Eltex Superstress® N 8000, ist in den Varianten königsblau und orange in der KRV Rohstoffliste aufgeführt. Wavin fertigt aus diesen beiden Werkstoffen das TS DOQ® Abwasserdruckrohr. Die grüne Farbgebung ist optimal zur Medienkennzeichnung und auch zur TV Inspektion innerer Querschnitte.  TS DOQ® Abwasserdruckrohre weisen nach: 

  • DIN EN 12201 Nachweise
  • Zertifikate für den Widerstand gegen Rissfortpflanzung und Punktbelastungen
  • Die PAS 1075 Zertifizierung nach DIN CERTCO ZP Kunststoffrohrsysteme
  •  Die Inspektionsfreundlichkeit durch die IBAK, Kiel

 

Die chemische Beständigkeit von Wavin TS DOQ® ist für kommunales Abwasser bei pH-Werten zwischen pH 2 (sauer) und pH 12 (basisch) gegeben. Bei industriellen Abwässern ist die chemische Beständigkeitstabelle zu beachten. TS DOQ® Rohre in PE 100-RC, grün, weisen einen FNCT Wert von über 8760 h nach. Dieser liegt z. B. weit über dem geforderten FNCT Wert > 1.600 h gemäß der SKZ/TÜV-LGA Güterichtlinie „Rohre, Schächte und Bauteile in Deponien“ vom September 2013.

Auf Basis der PAS 1075 Zertifizierung bietet TS DOQ® diese zusätzliche DOQumentierte Qualität (DOQ) durch eine Fremdüberwachung der Hessel- Ingenieurtechnik. Dieses unabhängige Prüfinstitut prüft die Rohrproduktion jeder Rohstoffcharge auf einen FNCT Wert von ≥ 8760h.

HDD – Vorteile des Verfahrens

Druck- und Zugspannung auf die zu installierende PE Rohrleitung sind relativ ausgeglichen. Die Lastverhältnisse auf der Rohrleitung sind bei vorschriftsmäßiger Überdeckung entscheidend geringer als bei einer in offener Bauweise verlegten Leitung. Allerdings verbleiben harte Bettungsbereiche für die ein PE Rohr vorrangig punktlastbeständig bemessen sein muss. Für HDD Installationen weist  TS DOQ®  unter diesem Aspekt bis zu 100 Jahren Betriebssicherheiten nach.  

Durch den Erhalt des natürlichen Bodenaufbaus wird nahezu kein Bodenaustausch erforderlich. Der  Abtransport von Bodenaushub entfällt bis auf geringe Mengen bei den Start- und Zielgruben, dadurch  werden auch hohe Verkehrsbehinderungen und Strassenlärm für die Anwohner vermieden.  Die weitgehend witterungsunabhängige Bauweise erlaubt zugleich kurze Bauzeiten, so dass zum Teil nur ein Viertel der Zeit benötigt wird, wie sie die offene Bauweise erforderlich macht.

Die Leitungsverlegetiefe ist bei HDD Verfahren kein Kostenfaktor, da nur der Bohrvortrieb und die Bohraufweitung die Kosten bestimmen. Dükerungen,  Unterquerungen von belebten Verkehrswegen (Straßen, Eisenbahnen, Wasserwege, Start- und Landebahnen) und tief zu verlegende Rorleitungen sind daher besonders kostengünstig herzustellen. Unter wertvollen Anpflanzungen, in Parkanlagen, unter Alleebäumen oder Biotopen bringt das Horizontalbohrverfahren keinerlei Beeinträchtigungen für den pflanzlichen Bewuchs mit sich.  Wurzelkronen können ohne Kostenmehraufwand problemlos unterbohrt werden.

Da der Bohrkopf von der Oberfläche aus über einen magnetfeldempfindlichen Sensor geortet und gesteuert werden kann, ist eine direkte Steuerung der Bohrungsbahn möglich. Damit ist ein flexibles Reagieren auf zu unter-/überfahrende Hindernisse gegeben. Auch kann bereits im Boden befindlichen Leitungen (z. B. Wasser-, Gas-, Telefonleitungen), die eventuell nicht genau in der in Verlegeplänen angegebenen Tiefe und Position liegen, ausgewichen werden. Voraussetzung dazu ist die vorherige Ortung dieser schon im Boden befindlichen Leitungen. 1) H.-J. Bayer (Hrsg.), HDD-Praxis Handbuch Vulkan-Verlag · Essen

Einbindung von PE Schächten

In Hessisch Oldendorf wurden insgesamt vier PE Schächte, Wavin Tegra 1000 verbaut, die als Dosierschächte und Spülschächte in die Abwasserdruckrohrleitung eingebunden worden sind. Tegra Premium-Schächte sind korrosionsbeständig, auftriebssicher, langzeitdicht, und schwerlastfähig. Bis DN 1000 mm werden die Schächte werkseitig mit integrierten Kugelgelenkanschlüssen ausgestattet, welche die Ausrichtung im Graben erheblich erleichtern.

Das Tegra Sortiment umfasst Schachtsysteme aus PP beziehungsweise PE in DN 425, 600, 1000 und 1250 mm – einsetzbar als Inspektions- und Reinigungsöffnung oder als begehbare Kanalschächte. Das IKT bestätigt die Fremdwasserdichtheit im Langzeittest.

Ihr DOQ-Nachweis

Die Rohrproduktion jeder Rohstoffcharge wird von einem unabhängigen Prüfinstitut auf einen FNCT-Wert von > 8760 Stunden geprüft. Diese zusätzliche, umfangreiche Qualitätssicherungsmaßnahme bedeutet eine lückenlose Dokumentation der Qualität vom Rohstoff bis zum TS DOQ® Rohr für Ihre Baustelle. Ein 3.1 Zeugnis DOQ-umentiert für Ihre Lieferung aus einer Rohstoffcharge die Werte am Material und am
TS DOQ® Rohr.