Hamburger Kanalisation
Extrem aufwändig und teuer

Montag, 17. September 2018

Kanalnetze früher

Blickt man auf die Geschichte der Kanalnetze von früher, so finden sich erste Aufzeichnungen über Kanalisationen von vor über 5.000 Jahren. Es ist unvorstellbar, mit welchem Aufwand der Aufbau und der Betrieb verbunden war, denn elektrische Energie oder Baumaschinen existierten damals nicht. Dennoch blieb es unseren Ahnen nicht verborgen, wie nützlich eine funktionierende Kanalisation für eine Zivilisation ist. Spätestens im Römischen Reich wurden flächendeckend Kanalisationen errichtet, wenngleich diese nicht mit heutigen Kanalnetzen vergleichbar sind. Die heutigen Überreste der Cloaca Maxima in Rom zeugen vom großen Aufwand. Mühevoll gezimmerte Kanäle, Rohre und Abläufe waren alles andere als einfach zu konstruieren.

Die Industralisierung trieb die Entwicklung voran

Historische europäische Kanalisation - Teil Zwei

Das Wissen um die Nützlichkeit von Kanalisationen war bereits zu frühen Zeiten hinlänglich bekannt. Großflächig etablieren konnten sich Kanalisationen allerdings erst mit der unaufhaltsam fortschreitenden Industrialisierung im 19. Jahrhundert. Das erste moderne deutsche Kanalnetz entstand ab 1856 in der Hansestadt Hamburg. Die Errichtung und der Betrieb von Kanalnetzen machte spätestens ab diesem Jahr eine rasante Entwicklung durch. Die steigenden Wassermengen erforderten eine planvolle Abwasserwirtschaft. Auch die fortschreitende Wasserversorgung von Haushalten und Unternehmen beeinflusste die Entwicklung. 

Trotz des großen Nutzens waren Kanalnetze früher nicht immer zielführend. Fehlplanungen und mangelndes Wissen führten zu hohen Kosten. Typisch für Kanalnetze früher war der große Aufwand bei der Errichtung. Gräben mussten ausgehoben werden und Rohrsysteme mühevoll Stein auf Stein errichtet werden. Einfacher wurde die Errichtung durch die Verfügbarkeit von Betonkomponenten, die die Errichtung nachhaltig beschleunigten. Beton war langlebig, stabil und erlaubte eine relativ sichere Ableitung von Abwasser. 

Kanalisation in der Nachkriegszeit

Nach Ende des zweiten Weltkrieges und in Zeiten des Wirtschaftswunders war Beton die erste Wahl. Mit großem Aufwand wurden Kanalisationen aus Betonkomponenten errichtet oder Instand gesetzt. Noch funktionsfähige alte Kanalsysteme wurden in die neuen integriert. Da zahlreiche Komponenten über viele Jahrzehnte zuverlässig funktionierten, machten sich viele Städte und Gemeinden keine Gedanken um die Zukunft ihrer Kanalnetze. Doch wie jeder Werkstoff hat natürlich auch Beton und insbesondere Gemäuer eine begrenzte Lebensdauer. Vielerorts wurde also eine Sanierung nötig, die sich jedoch als kompliziert erwiesen.
 

Zwar stehen in der Zwischenzeit kräftige Maschinen zur Verfügung, durch die immer dichtere Besiedlung und aufgrund neuer gesetzlicher Regelungen, wurde dies kaum einfacher. Glücklicherweise gab es Pioniere, die nicht mehr nur auf herkömmliche Komponenten und Vorgehensweisen setzten, sondern Innovationen vorantrieben. Insbesondere die Verwendung von Kunststoff, der auch für viele Wavin Komponenten verwendet wird, schaffte Abhilfe. Im Vergleich zu Beton stellen Kunststoffkomponenten eine deutliche Weiterentwicklung dar. Auch aus dem Grund, dass Kunststoffkomponenten die Anwendung vollkommen anderer Verlegeverfahren ermöglichten.

Kanalnetze früher und heute

Insbesondere die flächendeckend notwendige Sanierung von Kanalnetzen trieb Innovationen voran. So ist es etwa auf städtischem Gebiet kaum hinnehmbar, wichtige Straßen über lange Zeit für Sanierungsarbeiten zu sperren, auch wenn ein Kanalnetz unverzichtbar ist. Systemlösungen von Wavin zur Abwasserentsorgung erlauben dies. Produktreihen wie X-Stream, Compact Pipe oder PE 100 Standard sind für die grabenlose Verlegung geeignet und haben nur geringe Auswirkungen auf das Leben in städtischem Gebiet.
 

Bestimmte Lösungen erlauben sogar eine vollkommen sichere Verlegung in vorhandenen Altrohren und somit eine besonders kosteneffiziente Kanalsanierung. Die Überdimensionierung früherer Kanalsysteme kommt Wavin dabei zugute. Vielerorts ist eine Verkleinerung des Rohrdurchmessers überhaupt kein Problem. Ist das Gegenteil der Fall, können hingegen Verlegeverfahren zum Einsatz kommen, die auch dieser Problemstellung gerecht werden. 

Erfahrung und Planungskompetenz gefragt

Sowohl bei der Sanierung, als auch beim Neubau von Kanalnetzen aller Art ist Erfahrung und Planungskompetenz gefragt. In vielen Städten und Gemeinden fehlt es schlicht an Personal, die diese bereitstellen kann. Wavin liefert daher nicht nur passende Systemkomponenten, sondern unterstützt Kunden auch in allen Belangen rund um die Planung, Installation, den Betrieb und die Wartung. Intuitiv bedienbare Planungstools, die im Internet zur Verfügung stehen, liefern unseren Kunden wichtige Hilfestellungen und helfen dabei, die teils komplexen Projekte zuverlässig zu überwachen.

Selbstverständlich ist für
Wavin auch die Zusammenarbeit mit weiteren Firmen, die an den jeweiligen Vorhaben beteiligt sind. Gerade bei anspruchsvollen Projekten, bei denen örtliche Besonderheiten zu berücksichtigen sind, hat sich eine partnerschaftliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit als besonders wichtig erwiesen. Stellt beispielsweise ein engagiertes Planungsunternehmen fest, dass eine Standardkomponente, beispielsweise aus der X-Stream Serie nicht ausreicht, so stellt Wavin eine individuelle Lösung bereit. 

Das Angebot von Wavin ist dabei nicht auf die reine Abwasserentsorgung begrenzt. Passende Systemlösungen sind beispielsweise auch in der Trinkwasser- und Regenwasserwirtschaft gefragt. Die Leistungsfähigkeit der Systemkomponenten überzeugt darüber hinaus auch in anderen Bereichen, wie Telekommunikations- und Gasnetzen. Für Fragen rund um das Sortiment und Leistungen steht Wavin seinen Kunden jederzeit zur Verfügung.

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